Über das Projekt

Was hier gebaut wurde – und warum.

Meetings scheitern selten an der Technik, sondern an den Lücken dazwischen: Wer kann wann? Wer ist eigentlich angekommen? Was haben wir entschieden – und wer kümmert sich darum? aigodmode schließt diese Lücken mit kleinen, fokussierten Werkzeugen.

Persönlich

Warum ich das gebaut habe

Unzählige Online-Meetings haben mir gezeigt, wie schwer es ist, aus Remote-Meetings effizient und nachhaltig etwas herauszuholen – und es danach auch umzusetzen. Plattformen wie Microsoft Teams bieten viele Funktionen, aber am Ende bleibt es hakelig: Ergebnisse verteilen sich auf Chats, Dateien und Notizen, und wiederfinden lässt sich wenig.

aigodmode soll Werkzeuge bieten, über deren Bedienung man nicht nachdenken muss: keine aufwändigen Server-Einstellungen, keine Logins – alles soll sich anfühlen, als passiere es wie von selbst. Weil die Daten automatisch wieder gelöscht werden, bleibt es dabei auch datenschutzrechtlich sauber. Wer Ergebnisse braucht, exportiert sie und legt sie dort ab, wo sie hingehören: im eigenen Firmennetz.

Noch ist vieles in Entwicklung. Das Ziel ist klar: Remote-Meetings spürbar besser und effizienter machen – und nicht noch ein Tool mehr sein.

Die Idee

Statt einer großen Plattform mit Konten, Lizenzen und Einarbeitung gibt es hier eine Familie spezialisierter Apps. Jede macht eine Sache richtig gut und ist in Sekunden startklar. Gemeinsam begleiten sie ein Meeting über seinen ganzen Lebenszyklus – und reichen Ergebnisse weiter, statt sie in Silos verschwinden zu lassen.

Die Grundsätze

  1. Daten sind eine Last, kein Rohstoff. Gespeichert wird so wenig wie möglich, so kurz wie möglich – und dort, wo es um vertrauliche Inhalte geht, nur verschlüsselt.
  2. Niemand muss sich anmelden. Ein Code oder Link genügt. Das senkt die Hürde und verhindert Datenberge.
  3. Keine Dritten im Raum. Keine Analyse-Dienste, keine Werbenetzwerke, keine externen KI-Schnittstellen, keine Schriften oder Skripte von fremden Servern.
  4. Ehrlich über Grenzen. Alle Apps sind noch in der Beta-Phase. Was sie können und was nicht, steht offen in ihren Sicherheits- und Datenschutzseiten.

Unter der Haube

🪶

Leicht statt schwer

Die Oberflächen sind mit Svelte gebaut und laden schnell – auch im Hotel-WLAN oder unterwegs am Handy.

🏠

Einfacher Webspace statt Cloud

Jede App läuft auf gewöhnlichem PHP-Hosting in Deutschland. Keine Server-Farm, keine Container, keine laufenden Abos.

⚡

Live ohne Dauerverbindung

Geräte fragen kleine statische Dateien ab, die der Webserver ohne Programmlogik ausliefert. So halten auch einfache Server viele Teilnehmende aus.

🔐

Kryptografie aus dem Browser

Wo verschlüsselt wird, passiert das mit der eingebauten Web Crypto API des Browsers – ohne fremde Bibliotheken, mit offengelegtem Protokoll.

🧪

Getestet bei jedem Schritt

Jede Änderung durchläuft automatische Tests, bevor sie online geht – inklusive der Prüfung, dass verschlüsselte Inhalte wirklich nur als Chiffretext gespeichert werden.

🔄

Nahtlose Übergabe

Ergebnisse bleiben nicht in einer App hängen: Aus der Terminumfrage in Meetarium entstehen mit einem Klick die Tagesordnung für Votarium und der Eintrag in Actarium, und die Ideen vom Pinnarium-Board gehen direkt als Abstimmung an Votarium.

Ausblick

Und KI?

Fast jede App hier könnte von KI profitieren, zum Beispiel:

  • Pinnarium – Zettel inhaltlich gruppieren und Ergebnisse zusammenfassen
  • Votarium – aus einer Session ein Protokoll mit Entscheidungen formulieren
  • Actarium – Zusagen direkt aus Meeting-Notizen herauslesen
  • Meetarium – Terminvorschläge aus einer E-Mail übernehmen
  • IcebreakerAI – neue Check-in-Fragen passend zum Team erfinden

In der Beta-Phase ist das bewusst noch nicht eingebaut. Jede Anfrage an ein großes Sprachmodell kostet Geld – abgerechnet nach Textmenge, in sogenannten Tokens. Das verträgt sich nicht mit Werkzeugen, die kostenlos, ohne Konto und ohne Tracking bleiben sollen. Dazu kommt der Datenschutz: Meeting-Inhalte gehören nicht ungefragt zu einem externen KI-Anbieter. Pinnarium sortiert Zettel deshalb heute mit einer einfachen Textanalyse auf dem eigenen Server.

Für die Zukunft mache ich mir Gedanken, wie sich KI-Funktionen fair refinanzieren lassen – damit die Nutzung einen echten Schub bekommt, ohne die Grundsätze aufzugeben:

  • Optionale KI-Pakete oder Tagespässe für Teams, die mehr wollen – die Grundfunktionen bleiben kostenlos.
  • Eigenen Zugang mitbringen: Wer schon einen KI-Anbieter nutzt, hinterlegt seinen Schlüssel nur im eigenen Browser.
  • KI direkt im Browser: kleinere Modelle, die auf dem eigenen Gerät laufen – ohne Kosten pro Anfrage und ohne dass Daten das Gerät verlassen.
  • Unterstützung aus der Community, die einen gemeinsamen KI-Topf finanziert.

Fest steht: KI kommt hier nur als ausdrücklicher Schalter – transparent, abschaltbar und mit klarer Auskunft, wohin die Daten gehen.

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Wie es weitergeht

Das Ökosystem ist bewusst offen angelegt. Neue Apps folgen demselben Bauplan: gleiche Gestaltung, gleiche Datenschutz-Regeln, zweisprachig, auf einfachem Webspace lauffähig. Welche Lücke soll ich als Nächstes schließen?